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Keyboard, E-Piano oder Klavier? Wir erklären Dir den Unterschied!


Keyboard, E-Piano oder Klavier? Wir erklären Dir den Unterschied!

Im heutigen Blog geht es um die Tasten. Es gibt verschiedene Tasteninstrumente aber wo genau ist der Unterschied zwischen Keyboard, E-Piano oder Klavier?


Wir erklären Dir den Unterschied zum Allrounder unter den Instrumenten!


Akustisch vs. Digital!

Grundsätzlich unterteilen wir unsere geliebten Tasteninstrumente in 2 verschiedene Kategorien ein.


Das akustische Klavier

Damit meint man alle Klaviere die eine mechanische Vorrichtung besitzen damit Töne erzeugt werden. Im Körper des Instruments sind kleine Hammer, diese schlagen dann auf gespannte Seiten und erzeugen dadurch Töne.

Akustisches Klavier Music College Hannover

Durch diese Mechanik haben die Tasten eine gewisse "schwere" wenn man sie spielt. Daher spricht man auch von "gewichteten Tasten"

Ähnlich wie andere akustische Instrumente wie die Akustik Gitarre, Ukulele oder Blasinstrumente ist zum Spielen dieser Instrumente kein Strom von nötig, um sie zum Klingen zu bringen.


Der bekannteste Vertreter ist wahrscheinlich der Konzertflügel. Aber auch kompaktere akustische Klaviere stehen in vielen Wohnungen. Der warme Sound sowie die gewichteten Tasten ermöglichen ein authentisches Spielgefühl.


Weitere akustische Tasteninstrumente

  • Orgel - Sie gilt als die „Königin der Tasteninstrumente“: die Orgel. Sie entstand schon vor sehr langer Zeit im Orient und wurde vor allem in der Barock- und Romantikzeit weiterentwickelt.

  • Cembalo & Spinett - Das Cembalo und das Spinett gehören zu den klassischen Tasteninstrumenten. Diese waren vor allem in der Zeitspanne vom 15.– 18. Jahrhundert beliebt.

  • Akkordeon - Da bei dem Akkordeon Knöpfe und Tasten sowie der Blasebalg gleichzeitig bedient werden müssen, erfordert das Tasteninstrument mehr Geschick. Das Akkordeon findet vor allem in der Volksmusik und bei Seemannsliedern Verwendung.

  • Melodica - Die Melodica ist ein kompaktes und mobil einsetzbares Tasteninstrument. Aufgrund der einfachen Bespielbarkeit ohne Vorkenntnisse ist es besonders für Einsteiger gut geeignet.



Digitale Klaviere - eine kleine Geschichtsstunde

Hier haben wir gerade in der modernen Pop / Rock und Jazz Musik viele verschiede Vertreter, auf die gehen wir später ein. Aber eins haben alle modernen Instrumente gemeinsam. Um Töne erzeugen zu können braucht man Strom. Aber wie kam man auf diese Idee?

"Die ersten Experimente und Ideen zu dem Thema wurden in den 30er Jahren in den USA gemacht. Verschiedene Gruppen von Wissenschaftlern und Klavierherstellern hatten damals eine ähnliche Produktidee: Ein akustisches Klavier, dass ohne Mikrofone verstärkt werden kann. Die Konzertsäle von damals wurden immer größer, genauso wie die Orchester und Big Bands, und akustische Instrumente konnten einfach nicht mit den Lautstärkenforderungen mithalten. Die ersten Instrumente dieser Art waren vor allem sogenannte elektroakustische Instrumente, d.h. Instrumente mit sowohl elektrischen als auch akustischen Bauelementen. Der "Bechstein-Siemens-Nernst-Flügel" ist ein gutes Beispiel für diese Anfänge.
Erst durch die Entdeckung von Transistoren wurde hier ein großer Fortschritt gemacht. Transistoren sind kleine elektronische Bauteile, die Signale verstärken können – die Betonung hier liegt auf „klein“. Und zwar so klein, dass sie problemlos in die Klaviere eingebaut werden konnten. So wurde das elektrische Klavier erfunden.
Ab hier wird die Geschichte etwas komplizierter, denn ein neuer Typ von Instrumenten kam damals auf den Markt: Die elektronischen Klaviere. Sie unterscheiden sich von elektrischen Klavieren vor allem dadurch, dass sie ähnlich zu Synthesizern funktionieren – sie erzeugen den Klang nicht mechanisch, wie elektrische Klaviere, sondern mithilfe von Oszillatoren. Das sind elektronische Schaltkreise, die Schwingungen erzeugen. Die Oszillatoren waren trotz dem immer noch analog, doch sie haben die oben genannten Transistoren benutzt, um die Schwingungen zu erzeugen.
Diese Technologie war ein großer Schritt sowohl für Hersteller als auch für Musiker, denn eine elektronische Klangerzeugung hat endlich ermöglicht die Instrumente kleiner und leichter zu bauen." Quelle!

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Der Hersteller Roland war hier seinen Mitstreitern weit voraus, denn im Jahr 1973 kam das "Roland EP-10" auf den Markt - das erste elektronische Piano und ein Jahr später gab es das "Roland EP-30" mit Anschlagsdynamik. Es gab auch schon frühere Versuche auch von anderen Firmen, jedoch war hier das Problem immer dasselbe. Alle Töne waren gleich Laut - nicht wie beim akustischen Klavier. Je doller man in die Tasten haut, umso lauter klingen die Töne. Roland hat dieses Problem gemeistert und ist auch heute noch unter Profi Musiker:innen eine sehr beliebte Marke.


Nach diesem kleinen Exkurs in die Geschichte der digitalen Klaviere kommen wir wieder zurück auf unsere Ursprungsfrage.


Keyboard oder E- Piano?

Der Hauptunterschied dieser beiden Instrumente liegt in den Tasten und Sounds.


Keyboard oder E- Piano Music College Hannover


Keyboard

Das Keyboard ist ein echtes Multitalent und für jeden/jede Alleinunterhalter:in unverzichtbar, denn es kann eine Vielzahl an Instrumenten abzuspielen bzw. imitieren und hat zahlreiche Soundeffekte. Es bietet eine Vielzahl der verrücktesten Sounds, vorinstallierte Melodien und verschiedene Möglichkeiten, alleine Musik zu machen. Jedoch ist hier viel Übung gefragt, um alleine die Bühne zu rocken. Zudem besitzen viele Keyboard keine gewichteten Tasten, aber es gibt auch Modelle die über schwere Tasten verfügen. Wenn Du also vom akustischen Klavier umsteigen willst, musst Du Dich erst ein wenig an die neue Spielweise gewöhnen oder Dir ein Keyboard mit "gewichteten Tasten" kaufen. Die meisten Keyboards sind gut zu transportieren aber auch hier gibt es Profi-Geräte, die mit ordentlich Gewicht um die Ecke kommen. Durchschnittlich haben Keyboards 49 - 76 Tasten, also fehlen hier ein paar Oktaven im Vergleich zum Konzertflügel.


E-Piano

Die Spielweise kommt einem akustischen Klavier am nächsten, denn hier gibt es gewichtete Tasten. Die Soundbibliothek ist hier nicht so umfangreich wie am Keyboard. Es gibt natürlich ein paar vorinstallierte Sounds wie "Grand Piano" oder "Organ" aber die meisten Sounds sind eher aus dem Bereich Klavier. Man findet beim E-Piano eher selten Sounds von anderen Instrumenten. Ein E-Piano hat in der Regel 88 Tasten und hat damit genauso viele Tasten wie moderne Konzertflügel. Es gibt auch hier transportable Geräte, die mit einem Ständer für die Bühne aber auch kompakte die man sich in die Wohnung stellen kann.


Weitere elektronische Tasteninstrumente

  • Synthesizer - Der Synthesizer war vor allem in den 1970ern und 1980ern sehr beliebt. Das Tasteninstrument erzeugt die Töne durch eine elektronische Klangsynthese.

  • Sampler - Der Sampler ist ein flexibles, elektronisches Tasteninstrument. Er gibt gespeicherte oder aufgenommene Sounds und Samples über Tasten, Trigger-Pads oder externe Master-Keyboards wieder. Der Sampler findet in vielen Genres, zum Beispiel Pop, Verwendung

  • Hammondorgel - Bekannt aus den 60er & 70er im Motown Bereich



guy fletcher dire straits

Gerad im Profi Bereich nutzen viele Musiker:innen meistens eine Mischung aus Keyboard und E-Piano.


Viele bauen ihre Instrumente und sich herum oder bauen mehrere Etagen mit verschieden Geräten. Dadurch sind die vielseitig einsetzbar in jeder Band.


Hier als Beispiel Guy Fletcher von den Dire Straits.



Du möchtest gerne eine Beratung vor dem Kauf haben?


Gerne hilft Dir Deine Lehrkraft bei der Entscheidung, welche Tasten Dich in Deiner musikalischen Zukunft begleiten sollen. Das Music College Hannover hat in Kooperation mit dem Music Point Rhein-Sieg ab jetzt einen eigenen Onlineshop für Instrumente. In diesem Shop werden ausschließlich von Musiklehrkräften empfohlene Instrumente angeboten, die sich für das Erlernen eines Instrumentes gut eignen.


Der Bestellvorgang läuft hier etwas anders ab als üblich. In diesem Fall schaust Du am besten gemeinsam mit Deiner Lehrkraft in den Onlineshop und lässt Dich dabei beraten. Wenn Du dich für ein Instrument entschieden hast, führst Du den Bestellvorgang und die Bezahlung durch und gebt den Namen Eurer Lehrkraft an, dadurch bekommt die Lehrkraft zusätzlich auch noch einen Bonus.

Wenn die Bestellung dort eingegangen ist, wird das Instrument an die Musikschule verschickt und Du bekommst es im besten Fall in der nächsten Woche im Unterricht übergeben. So hast Du eine persönliche Beratung ohne großen Rechercheaufwand und kannst davon ausgehen, dass Du ein ordentliches Instrument zur Verfügung hast.


Welches Tasteninstrument ist Dein Favorit oder haben wir sogar ein Instrument vergessen?

Schreib es gerne in die Kommentare.

Wenn Dir der Beitrag gefallen hat, teile ihn gerne mit Deinen Freunden.


Viele Grüße

DAS COLLEGE TEAM

Sarah

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